Kompost – das schwarze Gold im Garten

Kompost – das schwarze Gold im Garten

Kompost ist das Elixier für kräftige, gesunde Pflanzen, leuchtende Blüten, reiche Ernste und einen gesunden Boden. Den Platz für einen Komposthaufen sollten Sie unbedingt einplanen.

Warum Kompost?

Günstiger und einfacher kommen Sie kaum an das anspruchsvolle Material für viele Pflanzen ran. Kompost verspricht eine lockere Bodenstruktur, ist durchlässig und speichert das Wasser. Außerdem bietet er Lebensraum für eine Vielfalt an Bodenlebewesen für Ihr Beet.

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Welche Möglichkeiten gibt es?

Kompostkästen gibts im Baumarkt in allen Varianten, von billigen Holzlatten über Drahtgeflecht bis hin zu Schnellkompostern aus Kunststoff zu mehr als stolzen Preisen. Meiner Erfahrung nach ist es dem Kompost egal, wo er sich entwickelt. Ich habe mit meinem Nachbarn Jürgen mal den Test gemacht – er hat den teuren Schnellkomposter gekauft und ich habe ein paar Holzlatten zusammengenagelt. Das Ergebnis war identisch. Demnach geht es laut unserem Test in den teuren Dingern auch nicht schneller! Die besten Erfahrungen habe ich mit einem ein mal ein Meter verzinkten Komposter aus Metall gemacht, denn bei mir verlässt kein Grünabfall den Garten.

So funktioniert’s

Wie bekommen Sie im Handumdrehen frische, dunkle, nährstoffreiche Erde? Wählen Sie die Kompoststelle nicht in der prallen Sonne. Der Kompost braucht den Kontakt zu Bodenorganismen und zur Feuchtigkeit. Auf Betonplatten oder ähnlichen Böden sollte der Kompost also nie stehen. Geben Sie in die untere Schicht Eierpackungen und ein bisschen zerknüllte Zeitung dazu – die Regenwürmer zieht das magisch an. Geben Sie auch Äste und Holzstücke unten mit rein, damit der Sauerstoff auch von unten rankommt und das Wasser ablaufen kann. Danach kann alles rein, was in den Kompost reingehört: Laub, Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen, Strauch- und Rasenschnitt. Achtung – Finger weg von gekochten Essensresten – das lockt nur ungebetene Gäste wie Nager oder Waschbären an und ist keine Hilfe für den Kompost.

Der Extra-Tipp für Kompost-Neulinge

Nach meiner Erfahrung ist Kompostbeschleuniger nicht nötig. Sparen Sie sich das Geld. Lassen Sie sich lieber vom Nachbarn eine Handvoll Kompost dazugeben. Da sind die ganzen wichtigen Mikroorganismen schon drin. Im Herbst werfen Sie den Komposthaufen einmal um, damit alles noch mal Luft bekommt, bevor Sie im Frühjahr Ihre eigene Komposterde ernten. Einfach durchsieben, ein paar Tage ruhen lassen und schon haben Sie besten Humus – kostenlos. Was vom Durchsieben übrig bleibt, werfe ich gleich wieder in den neuen Kompost rein – das sind ja meistens gröbere Materialien, die sich langsamer zersetzen.

Der Thermokomposter

Jetzt habe ich noch Tipps für alle, bei denen das mit dem schnellen Verrotten im Thermokomposter nicht funktioniert. Die Wirkungsweise klingt eigentlich gut: Durch hohe Temperaturen im Inneren soll die Zersetzung der Biomasse beschleunigt werden und damit schneller Kompost entstehen. Auch Unkrautsamen und Keime sollen dabei abgetötet werden. Ganz ehrlich – ich habe es noch bei niemandem richtig funktionieren gesehen. Das Problem ist der Aufwand, denn es soll nur Kleingeschnittenes rein, regelmäßig durchgemischt und immer die richtige Feuchtigkeit gehalten werden. Mein Tipp: Achten Sie darauf, dass der Boden des Komposters möglichst Kontakt zur Erde hat, damit Würmer und zersetzende Lebewesen reinkommen und sich vollfressen und damit Erde erzeugen kann. Dann immer feucht halten und reichlich Kaffeesatz drunter mischen, denn das Koffein regt die Bodenlebewesen an, Ballett zu machen.

Jens May

<a href="https://www.gartenmayster.de/meine-leidenschaft"><strong>Den Grünen Daumen haben Sie, Sie müssen ihn nur benutzen.</strong></a> Ihr Jens May

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