Dichter und robuster Rasen

Dichter und robuster Rasen

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich meinen Rasen so dicht bekomme und warum bei mir kaum Laufspuren zu sehen sind, obwohl ich ständig drübergehe.

Was braucht der Rasen

An Nährstoffen braucht er vor allem Stickstoff. Ohne dieses Mineral bekommt man keinen gesunden, dichten Rasen und vor allem keine sattgrüne Farbe. Außerdem braucht ein gesunder Rasen Phosphor, Magnesium, Kalium und Schwefel. Die Wasserversorgung spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle. Die Regel hierbei heißt: Lieber nicht so oft gießen und dafür intensiv. Das ist besser als jeden Tag ein bisschen Wasser. Dadurch lernen die Graswurzeln, sich das Wasser tiefer aus der Erde zu holen, wenn die oberste Erdschicht einmal trockener ist. In der Folge wachsen die Wurzeln tiefer in die Erde.

Werbung

Auf das Mähen kommt es an

Die optimale Rasenschnitthöhe liegt für mich bei viereinhalb Zentimetern. Bei dieser Höhe ist der Rasen trittfest und hält auch mal eine etwas längere Trockenphase aus. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wann sollte ich den Rasen mähen? Spätestens wenn er sechs Zentimeter erreicht hat, rate ich Ihnen, zum Rasenmäher zu greifen. Je nach Wetter kann das schon Arbeit bis zu zweimal pro Woche bedeuten. Wenn Sie noch länger warten, kann es sein, dass sich der Rasen schlechter mähen lässt und zerfleddert aussieht. Je öfter Sie mähen, desto dichter wird die Grasnarbe und desto robuster wird der Rasen insgesamt.

Es macht Sinn, sich einen Rasenmäher mit Mulchfunktion zuzulegen. Den Rasenschnitt können Sie dann einfach liegen lassen. Viele kleine Helfer im Boden machen aus den kurzen Halmen dann ganz schnell wieder Nährstoffe. Zweimal im Jahr mache ich hier eine Ausnahme: beim ersten und letzten Rasenschnitt im Jahr. Im Frühjahr beugt das Pilzerkrankungen vor, im Herbst sammeln Sie mit dem Rasenmäher gleich noch die letzten Blätter mit ein. So kommt über den Winter genügend Luft und Licht ran.

Vertikutieren hilft dem Rasen auch

Wenn Sie Ihren Rasen etwas Gutes tun, ihm etwas Luft verschaffen und das Moos in Schach halten wollen, vertikutieren Sie doch einfach mal. Dabei wird der Rasen wie mit einem Kamm durchfurcht. Dieser Vertikutierer sieht entweder aus wie ein Rechen oder Sie bekommen ihn auch in der elektrischen oder Benzinvariante. Die haben unten kleine Messerchen und machen bis zum Erdboden zwischen den Grashalmen Luft, holen den ganzen Mulm heraus und ritzen sogar die Wurzeln ein bisschen an. So treibt der Rasen auch gleich viel besser durch.

Wann darf ich eigentlich mähen?

Diese Frage kann schon mal zu Verstimmungen unter Nachbarn führen. In der Regel dürfen Rasenmäher werktags, also Montag bis Samstag bis 20 Uhr benutzt werden. Die einige Bedingung hierbei: Der Rasenmäher muss mit dem EU-Umweltzeichen gekennzeichnet sein.

Zuletzt von mir noch ein kleiner Extra-Tipp: Wenn sich in Ihrem liebevoll gepflegten Rasen kleine, unerwünschte Pilzköpfe zeigen, ist Sand eine Lösung. Einfach ein bisschen davon mit dem Rechen einarbeiten, das mögen die Pilze gar nicht.

Jens May

<a href="https://www.gartenmayster.de/meine-leidenschaft"><strong>Den Grünen Daumen haben Sie, Sie müssen ihn nur benutzen.</strong></a> Ihr Jens May

Weitere Beiträge

Obstbaumschnitt kann jeder

Obstbaumschnitt kann jeder

Sonne im Garten – Licht und Schatten

Sonne im Garten – Licht und Schatten

Igel im Garten

Igel im Garten

Die Totholzhecke

Die Totholzhecke

Mein Podcast