Himbeeren im Garten

Himbeeren im Garten

Himbeeren aus dem eigenen Garten – frischer gehts nicht in den Mund, auf dem Kuchen oder im Marmeladenglas. Damit Sie möglichst viele und vor allem große Himbeeren mit viel Aroma ernten, nehmen Sie sich die paar Minuten Zeit. Sie sind Vitaminbomben, Geschmacksbomben und für Viele ein Muss im Garten. Einmal gewusst worauf es ankommt und Himbeeren bringen viele Jahre auf demselben Platz einen ordentlichen Ertrag!

Der richtige Platz für Himbeeren

Doch wo fühlen sich Himbeeren eigentlich wohl? Auch wenn Sie das Argument kennen, dass die wilden Himbeeren am Waldrand wachsen, sollten sie einen sonnigen Platz bekommen. Himbeeren wachsen am liebsten auf Lichtungen und hellen Flecken, also gilt: Je mehr Sonne, desto mehr Geschmack haben sie! Eine alte Regel.

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Die richtige Pflege

Am besten immer viel Mulch um die Füße rum, denn Himbeeren hassen nackte Erde! Auch Kompostreste eignen sich hier super. Wenn Sie den Kompost durchsieben, können Sie die groben Überreste schön unter den Himbeeren verteilen. Je nachdem wieviel Sie haben, wäre es gut, wenn diese unter den Himbeeren mindestens 5 cm hoch sind. Dadurch haben Sie dann den Vorteil, dass die grobe Struktur der Kompostreste das Unkraut in Schach halten. Die vielen Hohlräume lassen nämlich gut Luft ran und auch Wasser durch.

Es gibt aber noch einen Vorteil: Die Nährstoffe werden langsam an den Boden abgegeben, dadurch bekommen die Himbeeren dann schön Nahrung. Wenn Sie den groben Kompost verteilt haben, können Sie nach einer Woche auch noch etwas entdecken: Dann wird es dort nämlich von Kleinstlebewesen wimmeln. Asseln, Regenwürmer – das sind alles Helfer, die den Boden in Schuss halten und ständig verbessern. Die lieben Himbeeren.

Aber auch der abgemähte Rasen im Sommer oder das Laub im Herbst kann mit unter die Himbeeren. Das gibt dann auch nochmal Kraft und sorgt für eine gute Ernte. Mulchen ist also sehr wichtig und natürlich genug Feuchtigkeit. Aber achten Sie darauf, dass keine Staunässe auftritt. Wenn es mal länger nass ist, wird in der Literatur auch oft darauf hingewiesen, dass man die Pflanze auf einen Hügel oder Damm setzen soll, damit keine Wurzelfäule auftritt.

Der richtige Schnitt für Himbeeren

Wann soll die Gartenschere ran? Was und wieviel muss weg? Dazu müssen wir die Himbeeren in zwei Kategorien einteilen. Es gibt Sorten, die tragen die Himbeeren im Sommer und es gibt welche, die tragen sie im Herbst. Danach richtet sich dann auch der Rückschnitt, damit die Pflanze gesund bleibt und die Ernte stimmt.

Am einfachsten ist es mit den Himbeeren, die im Herbst Früchte tragen. Sobald Sie die abgeerntet haben, schneiden Sie alle Triebe bis auf den Boden zurück. Im nächsten Jahr kommen dann wieder neue Triebe aus dem Boden und an denen hängen im Herbst dann wieder neue Früchte dran.

Bei den Himbeeren, die im Sommer Früchte tragen, schneiden Sie auch gleich nach der Ernte alle Triebe bis unten ab, aber natürlich nur die, die auch Früchte getragen haben. Alle Triebe, die seit dem Frühling neu hochgekommen sind, lassen Sie aber in Ruhe – an denen hängen im nächsten Jahr dann wieder welche. Würden Sie die nämlich auch noch wegschneiden, würde die Ernte im nächsten Jahr ausfallen. Man sagt auch: Früchte tragen am zweijährigen Holz. Das ist auch der Unterschied zu den Herbsthimbeeren. Die tragen immer im selben Jahr und sind dann fertig zum Wegschneiden. Bei den Sommerhimbeeren kommen von Frühling bis Sommer auch ganz viele neue Triebe hoch, die alle im nächsten Jahr abgeerntet werden wollen. Meistens sind das aber zu viele pro Pflanze. Deswegen lassen Sie am besten die paar stärksten Triebe stehen und der Rest kann dann weg. Dadurch werden die Früchte größer und es tut auch der Pflanze gut.

Vor- und Nachteile von Sommer- und Herbsthimbeeren

Herbsthimbeeren werden meistens nicht so hoch und müssen meist nicht an einen Stab angebunden werden. Außerdem sind sie auch pflegeleichter, weil im Herbst nach der Ernte einmal alles weggeschnitten wird und dann sind sie auch schon fertig.

Die Sommerhimbeeren dagegen brauchen eine Stütze, damit sie der Wind nicht umhaut. Hier ist außerdem ein genaueres Hinschauen beim Ausschneiden notwendig, aber dafür eignen sie sich gut als Sichtschutz. Außerdem hat man dann schon im Sommer Himbeeren und nicht erst im Herbst.

Schmecken werden sie Ihnen aber alle.

Jens May

<a href="https://www.gartenmayster.de/meine-leidenschaft"><strong>Den Grünen Daumen haben Sie, Sie müssen ihn nur benutzen.</strong></a> Ihr Jens May

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