Mehr Schmetterlinge im Garten

Mehr Schmetterlinge im Garten

Bei mir flattert es an manchen Tagen in allen Farben, das geht bei Ihnen auch. Auf das richtige Futter für die Raupen der Schmetterlinge kommt es an. Außerdem sprechen wir darüber, wie Sie nicht nur für die Schmetterlinge Lebensraum schaffen, sondern auch für viele andere Insekten die richtige Auswahl an Pflanzen und Gehölzen treffen.

Brennnsesseln fürs Tagpfauenauge

Lassen Sie in einer Ecke Ihres Gartens mal einige Brennnesseln stehen. Hier legen zum Beispiel die Raupen von Edelfaltern wie Tagpfauenaugen gern ihre Eier ab. Auch der kleine Fuchs und der dunkle Admiral nutzen die Pflanzen zur Ablage ihrer Eier. Den Admiral treffen wir nicht nur auf Blüten, auch überreife Früchte wie Pflaumen steuert er gern an. Was ich interessant finde, der Admiral ist quasi ein Wandervogel unter den Schmetterlingen. Im Winter fliegt er über die Alpen in den Süden.

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Der Distelfalter an den Malven

Wenn Sie sich Malven zulegen, dann ist Ihnen der Distelfalter definitiv dankbar. Auch er kommt aus der Familie der sogenannten Edelfalter. Sie erkennen ihn an den rotbraunen Flecken und weißen Tupfen. Auch dieser Falter verbringt den Winter in wärmeren Gebieten. Dabei legen sie im Jahr bis zu 15.000 Kilometer zurück, also wahnsinnige Distanzen.

Im Gemüsebeet

Hier hat der für mich schönste Schmetterling Deutschlands seine Kinderstube – der Schwalbenschwanz. Groß, gelb, schwarz, blau, weiß und rot sieht er geradezu tropisch aus. Seine Raupen fressen das Kraut der Möhren und tummeln sich außerdem in der Petersilie und im Dill. Aber keine Sorge – eine Plage wird das nicht. Im Gegenteil, es ist ein großes Glück, die knallbunten Raupen vom Schwalbenschwanz zu entdecken. Wer mal wilde Möhre gegoogelt hat, erkennt, dass er die sicherlich schon öfter als Unkraut weggehackt hat. Lassen Sie ihn bitte einfach stehen, wo es Sie nicht stört – das ist Futter für die schönen Schmetterlinge.

Bäume und Sträucher

Ein Schmetterling, der schon zeitig im Frühjahr unterwegs ist und Lust auf Sommer macht, ist der Zitronenfalter. Seine Raupen sind Futterspezialisten und brauchen die Blätter eines Kreuzdorngewächses. Hier holen Sie sich Faulbaum in den Garten. Das klingt erst mal abtörnend, ist aber ein dankbares, lang blühendes Gehölz. Die Blüten sind zwar recht unscheinbar, ziehen aber auch viele andere Insekten an. Außerdem sind auch viele Vogelarten von den kleinen Früchten begeistert. Nur am Faulbaum kommt der Zitronenfalter mit seinem Nachwuchs zurecht. Ich habe zwei Stück im Garten, er wächst schnell, hat keine Ansprüche und eignet sich ideal für eine Wildhecke. Meine nächste Empfehlung ist der Weißdorn, bei uns auch Maulbeere genannt. Das Gehölz ist ein Allrounder. Ich habe mal gelesen, 54 Schmetterlingsarten finden am Weißdorn Futter und Unterschlupf.

Die Schlehe – auch bekannt als Schwarzdorn ist unter anderem die Kinderstube des Segelfalters, der dem Schwalbenschwanz ähnelt. Er hat beachtliche Flügelspanne von acht zentimetern. Die Schlehe ist nicht nur für uns Menschen eine gesunde Pflanze mit herben Früchten, sondern sichert auch das Überleben vieler Nachtfalter, die wir leider zu selten zu gesucht bekommt.

Jens May

<a href="https://www.gartenmayster.de/meine-leidenschaft"><strong>Den Grünen Daumen haben Sie, Sie müssen ihn nur benutzen.</strong></a> Ihr Jens May

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